14. December 2007

Die Tempelanlage von Karnak

Wenn man einen Urlaub in Ägypten plant, sollte eine Besichtigung der Tempelanlage in Karnak mit eingeplant werden. Sie ist, laut vieler Archäologen, die größte erhaltene Tempelanlage in gesamt Ägypten und gehört zum Weltkulturerbe. Errichtet wurde sie zu Ehren des Reichsgottes Amun-Re. Begonnen wurde der Bau im Mittleren Reich und zog sich über 1500 Jahre hin. Die vorwiegenden Bauabschnitte erfolgten in der 18. und 19. Dynastie. Die Ägypter betrachten diese Tempelanlage als „der vollkommenste aller Orte“ („Ipet-Isut“). Dies liegt wohl auch daran, dass die Tempelanlage als Residenz der Pharaonen diente. Zudem war der Ort durch seine vielen Ländereien eine Wirtschaftsmacht und eine reiche Schatzkammer. Der Grund und Boden spiegelt somit die Macht und den Reichtum des Landes wieder.

Die Tempelanlage wurde durch eine Nilschlammziegelmauer in drei Bereiche eingeteilt. In der Mitte liegt der größte Bereich mit dem Tempel des Amun-Re. In diesem Bereich liegt auch der Heilige See, die Hauptkultstätte. Dieser wurde früher mit Nilwasser versorgt. Er ist vollkommen erhalten und wird heute mit Grundwasser gefüllt. Südlich an das Gebiet des Amun-Re grenzt das Gebiet mit dem Tempel der Gemahlin Mut und nördlich das Gebiet um den Tempel des Month. Ursprünglich befanden sich auf der Tempelanlage auch die Rote Kapelle beim Tempel des Amun-Re und die Weisse Kapelle zwischen den Tempeln des Amun-Re und der Mut. Beide Kapellen fielen jedoch dem typischen Rückbau der Ägypter zum Opfer. In der Bauhochzeit der Ägypter wurden oft bereits gebaute Monumente zurückgebaut, um mit deren Steinen andere Bauten zu errichten. Bei verschiedenen Ausgrabungen wurde die Baumaterialen wiederentdeckt und die ursprünglichen Bauten im Freiluftmuseum wieder aufgebaut.

 
Thomas Trimmel – thomas@viaki.com

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